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Garbsen | 22.02.2021

Garbsener erhält Fördergeld für doppelten Klimaschutz auf dem Dach

Dach-Solar-Richtlinie unterstützt Kombi aus Dämmung und Solarenergie

Hannover/Garbsen. Der Förderbescheid ging gestern in die Post: Helmut Bothe hat sein Einfamilienhaus in Garbsen energetisch auf Vordermann gebracht und dafür von der Region Hannover 10.500 Euro nach der Dach-Solar-Richtlinie erhalten. Von dem Förderprogramm profitieren seit Anfang 2020 Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die ihr Dach neu isolieren und im gleichen Zug eine Solaranlage errichten lassen. Das kombinierte Angebot kommt an: Mehr als 100 Anträge sind im vergangenen Jahr bei der Klimaschutzleitstelle eingegangen. Einen davon hat Helmut Bothe gestellt.

Der Diplom-Ingenieur berät nicht nur zu energetischer Sanierung, er ist auch in den eigenen vier Wänden ein echter Pionier in Sachen auf regenerative Energie: „Meine alte Solaranlage aus dem Jahr 1976 war defekt“, erzählt der 70-Jährige. „Wegen der Förderung durch die Region habe ich mich entschieden, neben der neuen Photovoltaik-Anlage auch gut 200 Quadratmeter Dachfläche neu isolieren zu lassen.“ Durch die Kombination ist das Projekt förderfähig.

„Bisher haben sich vor allem Privatpersonen bei uns um eine Förderung beworben“, berichtet Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover. Für das zweite Jahr der Förderperiode wünscht sie sich, dass noch mehr Unternehmen und Kommunen Geld aus dem Fördertopf abrufen: „Ob Produktions- oder Verwaltungsgebäude, Kita, Vereinsheim, Ein- oder Mehrfamilienhaus: Die Dach-Solar-Richtlinie steht allen Eigentümerinnen und Eigentümern in der Region Hannover offen und soll sie dazu motivieren, das Dach energetisch zu modernisieren und gleichzeitig auf erneuerbare Energien zu setzen.“ Geld dafür ist noch da: Aufgrund der hohen Nachfrage hat die Regionsversammlung den Fördertopf für die Jahre 2020 bis 2022 bereits auf 2,7 Millionen Euro aufgestockt.

„Private Solaranlagen sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Wirklich nachhaltig wird ein Gebäude aber erst, wenn es nicht nur selber Strom oder Wärme produziert, sondern auch möglichst viel Energie spart. Da setzt unser Förderprogramm an“, erklärt Umweltdezernentin Christine Karasch. Je Quadratmeter gedämmter Dachfläche beträgt die Förderung 50 Euro – maximal pro Gebäude 50.000 Euro.

Solar-Offensive
Die Richtlinie ist Teil der Solar-Offensive der Region Hannover. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob im Rahmen der Dachsanierung eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage gebaut wird. Auch die Förderung von Solarwärme-Anlagen nach der regionseigenen Förderrichtlinie oder eine Förderung der Solaranlage mit vorhandenen Bundesprogrammen ist möglich. Weitere Informationen zur Dach-Solar-Richtlinie gibt es auf www.hannover.de/solaroffensive oder per E-Mail an klimaschutzleitstellespamfilter@region-hannoverspamfilter.de.

Ob sich eine Dachfläche zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen: www.hannover.de/solarkataster

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