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Langenhagen | 21.02.2014

Fastenzeit zum Stromsparen nutzen

Ausgestattet mit Messgerät und Notizzettel hat Energieberater Benjamin Wirries gestern nicht nur das Gemeindehaus, sondern auch die Kindertagesstätte der Elisabethgemeinde in Langenhagen unter die Lupe genommen. Anlass war eine Aktion, die die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover gerade anbietet: das Stromfasten.

Gemeinsam mit Energieberater Benjamin Wirries testeten Pia (5) und Emana (6) den Durchfluss der Wasserhähne in ihrem Kindergarten.

Wer in der christlichen Fastenzeit einmal nicht nur auf Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten verzichten will, sondern seiner Stromrechnung etwas Gutes tun möchte, der meldet sich zum Stromfasten an. Sieben Wochen lang achten die Teilnehmer auf ihren Energieverbrauch, allerdings möglichst ohne auf gewohnten Komfort zu verzichten. Wie das geht, erklären Stromsparberater den teilnehmenden Haushalten noch vor Beginn der Fastenzeit – direkt und individuell in den Haushalten.

Unterstützt wird die Aktion vom Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen. So kam auch die Elisabethgemeinde in den Genuss der Beratung: Benjamin Wirries schaute sich in Kindertagesstätte und Gemeindehaus genau um und gab Hinweise, wo mit einfachen Mitteln Energie eingespart werden kann. So empfahl er unter anderem Durchlaufbegrenzer für die Wasserhähne anzuschaffen, da in der Kindertagesstätte elektrisch-betriebene Durchlauferhitzer genutzt werden. „Wenn 15 Kinder viermal pro Tag für eine halbe Minute den Wasserhahn laufen lassen, ergibt sich ein Sparpotenzial von rund 400 Euro pro Jahr“, erklärte Wirries. Auch bei der Beleuchtung lasse sich durch den Einsatz von energieeffizienten Leuchtmitteln schnell eine große Summe einsparen. Im Gemeindehaus installierte er schaltbare Steckdosenleisten, um überflüssigen Stand-by-Verbräuchen an PC und Co. den Garaus zu machen.

„Dass es so einfach ist, hätte ich nicht vermutet“, freut sich Kita-Leiterin Tabea Pipenbrink. Und Pastorin Bettina Prassler-Kröncke ergänzte: „Eine gute Gelegenheit, auch um mal über den eigenen Umgang mit den Ressourcen nachzudenken.“ Mit dabei war auch die  Umweltbeauftrage der Stadt Langenhagen, Marlies Finke: „Ich kann jedem empfehlen beim Stromfasten mitzumachen, um im eigenen Haushalt und im Handeln die Energiesparpotenziale zu nutzen. Das spart Geld und schont die Umwelt.“  

Mitmachen können alle interessierten Haushalte aus Langenhagen, Burgwedel, Isernhagen und der Wedemark. Die Stromsparberatung, die die Haushalte erhalten, ist kostenlos und neutral. Anschließend notieren die Teilnehmer während der Fastenzeit einmal wöchentlich ihre Zählerstände, am Ende wertet die Klimaschutzagentur die Ergebnisse aus.

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