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Bauen & Modernisieren | 21.03.2014

Klimaschutz und biologische Vielfalt unter einem Dach

BUND veranstaltet Tagung zum Artenschutz an Gebäuden

Im Zuge der Energiewende werden immer mehr Häuser energetisch saniert. Was für das Energiesparen sinnvoll und notwendig ist, bringt jedoch Schwierigkeiten für einige Vogel- und Fledermausarten mit sich: Ihre Nistplätze und Quartiere gehen beim Dämmen von Dächern und Fassaden verloren. Welche Möglichkeiten es gibt, Gebäudesanierung und Artenschutz in Einklang zu bringen, darum ging es auf einer Fachtagung am 20. März in Hannover, organisiert vom BUND Landesverband Niedersachsen.

Mehr als 50 Teilnehmer – Mitarbeiter von Naturschutzbehörden und Wohnungsbau-gesellschaften, Gutachter, Energieberater und Naturschützer – informierten sich über bewährte Möglichkeiten, die Lebensstätten der Tiere bei Sanierungen zu erhalten oder neu zu schaffen. Die Referenten zeigten, dass sich je nach Gebäudetyp individuelle Lösungen finden lassen. Ob ein auffälliger Fledermauskasten außen am Haus oder ein unscheinbarer Niststein zum Einbau in die Fassade – auch gestalterisch gibt es viele Möglichkeiten. Deutlich wurde, dass es sich lohnt, das Thema schon bei der Planung der Sanierung zu berücksichtigen. Dann ist es relativ problemlos, Nistkästen und Quartiere anzubringen, und verursacht nur geringe zusätzliche Kosten.
Vorgestellt wurde ein erfolgreiches Modellprojekt des BUND in der Region Hannover. Dort bauen bereits mehrere Wohnungsbaugesellschaften bei energetischen Sanierungen Nistkästen für Vögel und Fledermausquartiere ein. Beim abschließenden Austausch entwickelten die Teilnehmer Ideen, wie sie in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld den Schutz von Vögeln und Fledermäusen bei Gebäudesanierungen zukünftig stärker berücksichtigen wollen.
Die Fachtagung fand statt in Kooperation mit der Klimaschutzagentur Region Hannover und wurde unterstützt von proKlima.

HINTERGRUND
Die Tagung war der Auftakt zum Projekt „Klimaschutz und biologische Vielfalt unter einem Dach“ des BUND Niedersachsen. Der Verband möchte Gebäude bewohnende Vogel- und Fledermausarten bei energetischen Gebäudesanierungen und bei Neubauten schützen. Das landesweite Projekt richtet sich insbesondere an Akteure in der Immobilienbranche, speziell im Bereich Wohnungsbau und -verwaltung, aber auch an Architekten, das ausführende Handwerk, Energieberater und Behörden. Der BUND bietet Informationsmaterialien, bautechnische Lösungsmöglichkeiten, Beratungen, Vorträge und Fortbildungen an. Das Projekt wird finanziell gefördert von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Mehr zum Projekt unter: www.artenschutz-am-bau.de


Rückfragen zum Thema an:
Birte Berlemann
Projektleiterin „Klimaschutz und biologische Vielfalt unter einem Dach“
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0511) 965 69 - 14
E-Mail: artenschutz-am-bauspamfilter@nds.bundspamfilter.net

Pressekontakt:
Thomas Mura
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0511) 965 69 - 31
E-Mail: thomas.muraspamfilter@nds.bundspamfilter.net
Internet: www.bund-niedersachsen.de

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