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WindForen in der Region Hannover

Fachveranstaltungen rund um das Thema Windenergienutzung organisiert die Klimaschutzagentur Region Hannover gemeinsam mit Partnern. Die Veranstaltungen stehen Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie der Windbranche ebenso offen wie interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Zu den jeweiligen Themen gibt es Vorträge von Experten, anschließend ist Zeit für Diskussionen.

Online-Konferenz „Windenergie und Artenschutz. Miteinander statt gegeneinander – wie kann das gelingen?“

Ausbau der Windenergie kann mit dem Artenschutz vereinbart werden

Zum Erreichen der Klimaschutzziele ist ein weiterer und schneller Ausbau der Windenergie nötig und auch mit dem Artenschutz vereinbar. Klare Zielvorgaben für die Bundesländer sowie eine rechtssichere Planung auf den unteren Ebenen bleiben die großen Herausforderungen im Prozess der Energiewende. Zu diesen Ergebnissen kamen die Teilnehmenden der Online-Konferenz „Windenergie und Artenschutz. Miteinander statt gegeneinander – wie kann das gelingen?“ am 29. Oktober 2020. Gemeinsam mit dem Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover hatte die Klimaschutzagentur Region Hannover eingeladen, um mit Expertinnen und Experten aus Naturschutzverbänden, Planungsbüros und Behörden Zielkonflikte zwischen Arten- und Klimaschutz sowie die Umsetzungschancen einer naturverträglichen Energiewende zu diskutieren.

Rund 270 Teilnehmende aus ganz Deutschland und Österreich hatten sich zugeschaltet. Nach dem Grußwort des niedersächsischen Staatssekretärs im Umweltministerium, Frank Doods, führte Prof. Manfred Niekisch (ehem. stv. Vorsitzender des Umweltrates der Bundesregierung) in das Themenfeld Klimawandel, Biodiversität und erneuerbare Energien ein. Eindrücklich zeigte er die Notwendigkeit auf, den Schutz der Ökosystemleistungen generell und den der Artenvielfalt im Besonderen mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zu verbinden.

Dr. Rainer Raab (Leiter des Technischen Büros für Biologie Deutsch-Wagram, Österreich) zeigte anschließend aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Eurokite-Projekt zum Erhaltungszustand windenergiesensibler Vogelarten in Deutschland. Anhand von Telemetrie-Daten besenderter Rotmilane konnten neue Erkenntnisse zu Verhalten und Lebensraum der Vögel gewonnen werden, die die Bedeutung der digitalen Transparenz beim Artenmonitoring unterstreichen. Die Forschungsergebnisse legen nahe, bei artenschutzrechtlichen Beurteilungen im Rahmen der Genehmigungsplanung künftig vorrangig einen populationsbezogenen Ansatz zu verfolgen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten Carla Vollmer (Umweltbundesamt) und Kathrin Ammermann (Bundesamt für Naturschutz) die Positionen ihrer Behörden im Bereich Natur- und Klimaschutz vor.

In der anschließenden Diskussion wurden MdB Dr. Ingrid Nestle (Bündnis 90/Die Grünen), Lars Lachmann (NABU), Philipp von Tettau (Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen) hinzu geschaltet und stellten sich den Fragen der sehr aktiv chattenden Teilnehmenden. Nach Abschluss der offiziellen Veranstaltung standen die Referenten und Referentinnen für weitere Kommentare im Chat zur Verfügung.

Das Programm der Online-Konferenz finden Sie hier

Weiterführende Links und Downloads zur Veranstaltung

Die freigegebenen Vorträge der Referentinnen und Referenten als PDF-Versionen und  Video-Aufzeichungen gibt es hier

Grußwort des niedersächsischen Staatssekretärs im Umweltministerium, Frank Dood:Videoaufzeichnung
Erhaltungszustand windsensibler Vogelarten in Deutschland, Dr. Rainer Raab, Eurokite-Projekt/Technisches Büro für Biologie Deutsch-Wagram:PDF-Folien / Videoaufzeichung
Schlussfolgerungen aus Sicht einer Klimaschutzbehörde, Carla Vollmer, Umweltbundesamt:PDF-Folien / Videoaufzeichnung
Schlussfolgerungen aus Sicht einer Naturschutzbehörde, Kathrin Ammermann, Bundesamt für Naturschutz:PDF-Folien / Videoaufzeichnung

Weitere vergangene Veranstaltungen

Technische Systeme zur Vogelerkennung und -vergrämung in Kopplung mit bedarfsgerechter Anlagenabschaltung für Windenergieanlagen – Tagung der Region Hannover und der Klimaschutzagentur Region Hannover

Nur mit dem konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien sind die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Gleichzeitig gibt es den Anspruch, die Energiewende umweltverträglich zu gestalten. Im Bereich der Windenergienutzung kommt dem Vogelschutz eine besondere Bedeutung zu, um vor allem für geschützte Arten das Kollisionsrisiko möglichst gering zu halten. Einen wichtigen Beitrag hierzu versprechen technische Systeme zur Erkennung und Abschaltung von Windenergieanlagen zu leisten, die Vögel erkennen und vergrämen, bzw. die Anlagen bedarfsgerecht abschalten.

Auf großes Interesse stieß deshalb am 14. Februar 2018 die Fachtagung von Region und Klimaschutzagentur Region Hannover zu diesem Thema, 240 Teilnehmende aus dem ganzen Bundesgebiet informierten sich bei Fachvorträgen, einer Podiumsdiskussion und einem Infomarkt über den aktuellen Kenntnisstand. Nach der Begrüßung und Einführung durch Prof. Dr. Axel Priebs, Dezernent Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover, und Udo Sahling, Geschäftsführer Klimaschutzagentur Region Hannover, kamen folgende Referentinnen und Referenten zu Wort: Eva Schuster (Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende), Jens Ponitka (Bundesamt für Naturschutz), Katrin Wensicke, (wpd onshore, BWE – AK Naturschutz und Windenergie), Fabian Lorenz (ENERCON) und Dr. Herbert Stark, Schweizerische Vogelwarte Sempach. Das Veranstaltungsprogramm (pdf)

Die Vorträge der einzelnen Referenten finden Sie hier:

Impressionen der Veranstaltung (Aufnahmen: Christian Stahl)

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