An zwei Dingen kommt man bei Uwe Weber einfach nicht vorbei: an seiner Leidenschaft für alles, was mit Häusern, Wohnungen und Bauen zu tun hat und seinem Verantwortungsgefühl. „Ich denke, wir sind unseren Enkeln verpflichtet, ihnen diesen Planeten so zu hinterlassen, dass sie auch in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts noch ihre eigenen Familien gründen und gesund leben können.“ Diese Grundüberzeugung war bei der Sanierung seines Hauses quasi Uwe Webers Vorarbeiter und passt zudem hervorragend zu seiner Passion für Wohnraum – ein Glücksfall, zumal Weber in Sachen Handwerk auch noch ziemlich geschickt ist. Er kennt sich nicht nur gut aus, sondern weiß bei Vielem auch noch, wie es geht.
Einen Beitrag zum Erhalt des Planeten leisten
Seit Studientagen haben Uwe Weber Immobilien und das, was man mit und aus ihnen machen kann, fasziniert. Da lag es doch nahe das eigene,1959 gebaute Haus am Pommernweg in der Wedemark überwiegend in Eigenarbeit umfassend zu sanieren und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt des Planeten Erde zu leisten. Sein Alter sieht man dem schicken und modernen Haus mit Einliegerwohnung und Anbau für die Kinder heute ebensowenig an wie die zukunftsweisende Ausstattung.
„Keine Lust auf kalte Füße!”
Nach dem Kauf 1999 hat Weber zunächst das Dach inklusive Dämmung, Neueindeckung sowie Errichtung zweier großer Gauben saniert, außerdem wurden schrittweise zunächst im Ober-und anschließend Erdgeschoss die gesamte Elektrik und Wasserversorgung erneuert, sämtliche Fenster ausgetauscht und neue Gas-Brennwertthermen installiert. Im Erdgeschoss dämmte Uwe Weber zudem die Bodenplatte grundlegend und baute eine Fußbodenheizung ein. Die Botschaft von Ehefrau und Kindern war seinerzeit nämlich unmissverständlich: „Keine Lust auf kalte Füße!“ Damit es auch drumherum kuschelig warm blieb, packte Uwe Weber das Haus in ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Was immer in Eigenleistung gemacht werden konnte, nahm er bei dieser Grundsanierung vor rund 25 Jahren dann auch selbst in die Hand, immer wieder mit Unterstützung aus der Familie sowie von Freunden und Nachbarn.
Rund 50 PV-Module auf Dachgauben und Garage
2024 kam eine Photovoltaikanlage dazu, die rund 50 und nur beim genauen Hinschauen sichtbaren Module verteilte Uwe Weber einmal mehr in Eigenarbeit und mit Unterstützung seines Nachbarn auf den beiden Dachgauben sowie der 2002 sanierten Doppelgarage. Etwa 4.000 Euro sparte er dabei durch den Wegfall der Mehrwertsteuer beim Kauf der Module – und kam so in den Genuss einer indirekten Förderung. Die (vorerst) letzte Investition in den Klimaschutz erfolgte dann 2025 und 2026: Uwe Weber verlegte im hinteren Gartenbereich Erdwärmekollektoren, die dafür notwendigen rund 1,80 Meter tiefen Gräben hob er mit Hilfe eines Minibaggers selbst aus und gesteht im Nachhinein „Dabei kam ich echt an meine Grenzen. Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um so etwas zu machen – und ich bin das wohl auch.“ In diesem Frühjahr dann tauschte eine Heizungsbaufirma im Haus die Gas-Brennwerttherme gegen eine Solewasser-Wärmepumpe, sie sorgt selbst bei hohen Außentemperaturen für ein angenehm kühles Wohnklima und im Winter für behagliche Wärme. Kalte Füße jedenfalls bekommt im Hause Weber niemand mehr.
Technische Lösungen sind bereits alle vorhanden
Neben den klimarelevanten technischen Maßnahmen wurden am Pommernweg in den zurückliegenden Jahren nach einem Anbau 2005 für die Kinder mit separatem Eingang und eigener Küche peu à peu außerdem die Badezimmer saniert, neue Fliesen verlegt und im Erdgeschoss teilweise auch der Zuschnitt der Wohnung verändert. Insgesamt gibt es im Haus der Webers heute zwei Wohnungen mit rund 185 Quadratmetern Wohnfläche im unteren sowie noch einmal 110 Quadratmetern im oberen Bereich, letztere ist vermietet. Den Großteil der umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten hat Uwe Weber selbst finanziert und auch dazu eine klare Meinung: „Geld und Energie in Form meiner Arbeitsleistungen in das Klima und damit in die Zukunft zu investieren, halte ich für absolut sinnvoll, zumal wir die technischen Lösungen ja alle bereits haben.“
Betriebskosten haben sich spürbar verringert
Das 1959 gebaute Haus am Pommernweg entspricht inzwischen dem Energiestandard eines Neubaus aus dem Jahr 2023. Und so ganz nebenbei haben sich für Familie Weber die Betriebskosten spürbar verringert. Aktuell bezahlt sie nach Verrechnung der eingespeisten Solarenergie monatlich 65 Euro Strom (vorher 150 Euro) im Monat, davon werden auch das E- sowie ein hybridbetriebenes Auto betankt. Und die monatlichen Abschlagszahlungen für Gas sind gleich ganz Geschichte, hier schlagen nämlich genau 0 Euro zu Buche. „Meine persönliche Energiewende ist beendet“, blickt Uwe Weber nicht ohne Stolz auf die in der Tat beeindruckenden Ergebnisse seines Engagements in den zurückliegenden Jahren. Doch wer ihn kennt weiß, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Denn Uwe Weber ist ja auch noch Mitglied der 2021 ins Leben gerufenen Genossenschaft „Bürger.Energie.Wedemark“ (BEW), die nicht nur Gleichgesinnte zusammenbringt, sondern auch durch den Bau von Photovoltaikanlagen zumeist auf kommunalen Schulen und Kitas für eine Win-Win Situation sorgt. Der so erzeugte Strom wird direkt vor Ort verbraucht. Ach ja: Auf der Visitenkarte von Diplomingenieur Uwe Weber steht mittlerweile auch noch „Energieberater für Wohngebäude“. Von wegen beendet …
Daten & Fakten zum Wohnhaus der Familie Weber
- 1999 Erwerb des Einfamilienhauses am Pommernweg inklusive Einliegerwohnung
- 2000 - 2002 Umbau und umfassende Sanierung (u.a. Dach inklusive zwei Gauben, Dämmung, Neueindeckung, Balkonanbau, Fenster, Elektrik- und Wasserinstallation, Dämmung Außenwände, Fußbodenheizung)
- 2002 Sanierung Doppelgarage (Dacheindeckung neu, Außenputz, Sektionaltor)
- 2005 Anbau eines Kinderbereichs, später auch nutzbar als Einliegerwohnung (zwei Zimmer, Küche, Bad, Aufenthaltsraum)
- 2024 Photovoltaikanlage auf Gauben und Garage inkl. Elektroarbeiten, Walbox, Speicher, Wechselrichter: Kosten: 23.000 € (Eigenleistung nicht eingerechnet), keine direkte Förderung, aber Erlass der Mehrwertsteuer von 19 %
- 2025 Einbau Erdwärmekollektoren hinterer Gartenbereich Kosten: rund 16.000 € (Eigenleistung nicht eingerechnet)
- 2026 Austausch Gasheizung Erdgeschoss gegen Solewasser-Wärmepumpe Kosten: rund 40.000 € (inkl. Handwerker Hausanschluss, Eigenleistung nicht eingerechnet), davon gefördert: 28.000 €


