Bauen & Modernisieren | 23.11.2021

Stadtentwässerung weiht neues Sozialgebäude ein

Stadtentwässerung baut Sozialgebäude im Passivhausstandard

Die Stadtentwässerung Hannover hat ihr neues Sozialgebäude in Betrieb genommen. Nach knapp zweieinhalbjähriger Bauzeit haben Oberbürgermeister Belit Onay, Personaldezernent Prof. Dr. Lars Baumann und Betriebsleiter Matthias Görn das Haus am Standort in der Sorststraße (Hainholz) heute (23. November) in einer kleinen Feierstunde offiziell eingeweiht. Das für rund 8,4 Millionen Euro errichtete neue Gebäude mit einer Gesamtfläche von über 2600 Quadratmetern ist zum Teil auf einem früheren Parkplatz entstanden und ersetzt die in den 1970er-Jahren gebauten Sozialräume. Es verfügt über mehr als 350 Umkleidebereiche mit Spinden und über 100 Duschen. Es bietet behindertengerechte Toiletten-, Umkleide- und Duschanlagen und ist mit einem Aufzug ausgestattet.

„Das neue Gebäude zeigt eindrucksvoll, wie ansprechende Sozialräume mit zeitgemäßer Architektur verbunden werden können, und hat für die Beschäftigten der Stadtentwässerung eine wichtige Funktion“, betonte Oberbürgermeister Belit Onay bei der offiziellen Eröffnung und führte weiter aus: „Die Kolleg*innen sind 24 Stunden am Tag für Hannover im Einsatz und benötigen angemessene Räumlichkeiten zum Waschen und Umziehen sowie für Pausen. Moderne Arbeitsbedingungen sind auch eine Frage der Wertschätzung.“ Prof. Lars Baumann hob die Wirtschaftlichkeit und die Umweltaspekte des neuen Gebäudes hervor: „Das Haus wurde in Passivhausbauweise errichtet und mit optimaler Isolierung, Wärmetauschern und auf dem Dach mit Photovoltaikanlage und Begrünung versehen.“ Die Planer*innen hätten auch bei Details an Umweltbelange gedacht, so Baumann weiter: „So fiel die Wahl des Bodenbelags auf einen mit dem ‚Blauen Engel‘ zertifizierten und kohlendioxidneutral produzierten Natur-Kautschuk.“

Aus Gründen der Arbeitsschutzsicherheit sind im Sozialgebäude sogenannte Schwarz- und Weißbereiche getrennt ausgelegt. Das bedeutet, dass die Beschäftigten diese Räume entweder mit verschmutzter oder nur mit sauberer Bekleidung betreten oder verlassen. Genügend große Spinde, in denen Bekleidung nicht nur belüftet und getrocknet wird, sondern zusätzlich auch desinfiziert werden kann, erweitern die hygienischen Bedingungen. Aufenthaltsbereiche, die über einen großen Info-Bildschirm und später auch über PC-Möglichkeiten und Büro-Arbeitsplätze verfügen, entsprechen modernen Standards.

 „Ein großer Teil der Arbeit findet nicht am Schreibtisch statt, sondern in Werkstätten, auf den Kläranlagen, und natürlich ganz besonders unter unseren Füßen in den Abwasserkanälen und ist für viele gar nicht sichtbar. Umso wichtiger ist es, dass unseren Kolleginnen und Kollegen zeitgemäße Sozialräume zur Verfügung stehen“, sagte Betriebsleiter Matthias Görn. „Der Neubau ist Teil unseres Investitionsprogramms, denn moderne Arbeitsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Zukunft des Unternehmens.“

Hintergrundinformationen:

Rund zwei Milliarden Euro will die Stadtentwässerung bis 2035 für den Ausbau und die Modernisierung des Kanalnetzes, Erneuerungen der Pumpwerke sowie umfassende Baumaßnahmen an den Standorten der Abwasserreinigung in Herrenhausen und Gümmerwald einsetzen. Notwendig sind diese Investitionen, um auch langfristig die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten und die Aufbereitung des Abwassers von derzeit rund 750.000 Menschen sowie der Industrie in Stadtgebiet und Umlandgemeinden sicherzustellen. Darüber hinaus hat die Stadtentwässerung innovative Energiekonzepte zum Ziel, die einen Beitrag zur Klimaneutralität der Landeshauptstadt Hannover leisten können.

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