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Akteure & Partner | 22.03.2013

Klimaschutztour des Umweltdezernenten der Region Hannover: Hemmingen setzt auf ökologische Standards

Zukunftsweisende Klimaschutz-Projekte und die Fortschritte bei der Umsetzung des Klimaschutz-Aktionsprogramms sind Thema der "Regionalen Klimaschutz-Tour 2013" des Umweltdezernenten der Region Hannover. Am Freitag, 22. März ließ sich Prof. Dr. Axel Priebs in Hemmingen von Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida über das Engagement bei der Umsetzung des Klimaschutzprogramms informieren. Im Mittelpunkt standen die Modernisierungs- und Neubauvorhaben rund um die Kooperative Gesamtschule Hemmingen (KGS).

Besichtigung des BHKW im Hallenbad Hemmingen (v.li.): Prof. Dr. Axel Priebs, Bürgermeister Claus Schacht-Gaida, Mathias Wohlfahrt von proKlima und Baudezernent Axel Schedler.

Konsequent umgesetzt werden in Hemmingen laut Schacht-Gaida ökologische Standards sowohl im Neubau als auch bei Sanierungsvorhaben. Herausragendes Beispiel sei sicherlich die schrittweise Sanierung der KGS mit Mensaneubau im Passivhausstandard. Hier wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 21 Millionen Euro investiert. Fast das gesamte Zentrum wird jetzt über ein Blockheizkraftwerk im Hallenbad mit Nahwärme versorgt. Als weiteres Beispiel für eine gelungene Umsetzung des 2011 verabschiedeten Klimaschutz-Aktionsprogramms nannte er die Passivhaussiedlung Loydbrunnenweg mit 16 Passivhäusern. Aus dem jährlichen Energiebericht wurde ein Klimaschutzbericht entwickelt, der erstmals 2012 vorgelegt und für 2013 im 2. Quartal veröffentlicht werden soll. "Auch die Bürgerinnen und Bürger nehmen wir beim Klimaschutz mit", so Schacht-Gaida. "In Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur und der Verbraucherzentrale bieten wir regelmäßig kostenfreie Beratungen zum Stromsparen und zur energetischen Modernisierung an." Zudem profitieren die Hemminger vom Förderangebot des enercity-Fonds proKlima.
"Die neu errichtete Mensa der KGS Hemmingen im Passivhausstandard wurde vom enercity-Fonds mit rund 55.000 EUR gefördert", berichtete proKlima-Programmleiter Matthias Wohlfahrt. Auch Bürger und Unternehmen in Hemmingen unterstützt proKlima mit Fördermitteln. "Zusätzlich zur Bundesförderung kann jeder eine proklima-Förderung erhalten, der neu baut oder einen Altbau schrittweise modernisiert und sich für Investitionen in Energieeffizienz entscheidet", so Wohlfahrt.

Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs lobte die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement: "In Hemmingen wird Klimaschutz seit vielen Jahren konkret umgesetzt. Beispielhafte Vorhaben wie die Sanierung des Schul- und Sportzentrums mit der neuen Passivhaus-Mensa haben regionale Bedeutung für den Klimaschutz und die Energiewende", so Priebs. Den Hemminger Wunsch nach einer Solarstromanlage auf dem Dach des Büntebades nahm der Regionsdezernent auf und versprach, prüfen zu lassen, ob das Projekt von der Region finanziell unterstützt werden kann. "Denn jede Maßnahme für die regenerative Energieversorgung bringt uns den im Klimaschutzrahmenprogramm gesteckten Zielen wieder ein Stück näher", so Priebs.
Auch Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Region Hannover, freute sich über die vielfältigen Aktivitäten in Hemmingen und wünscht sich, dass der Passivhausstandard im Neubau- und in der  Modernisierung auch in anderen Kommunen noch stärkeres Gewicht erhalten möge. "Darüber hinaus birgt das Klimaschutzkonzept von Hemmingen einen ganzen Schatz voller Ideen bzw. Maßnahmenvorschläge, die nur darauf warten, in weitere konkrete Projekte überführt zu werden", so Sahling.


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