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Aufbruch beginnt mit Dialog
- 17.02.2026
- | Klimaschutzagentur Region Hannover
- Rund 50 Gäste diskutierten beim 35. Kamingespräch des Fördervereins der Klimaschutzagentur Region Hannover über Zukunft, Wandel und das „Brokkoli-Prinzip“ von Keynote-Speaker Matthias Horx.
Vom sogenannten „Brokkoli-Prinzip“ hatten wohl die meisten Gäste des 35. Kamingesprächs des Fördervereins der Klimaschutzagentur Region Hannover noch nie etwas gehört. Sie sollten Bedeutung und Wirkungsweise des Prinzips im Laufe des Abends erfahren – wurden zunächst jedoch durch Jörg Berens, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins, und Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, mit freundlichen Worten in Halle 23 auf dem Messegelände Hannover begrüßt. „Herzlich Willkommen” hieß anschließend auch Dr. Annika Mannah, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur und gut gelaunte Moderatorin des Abends, das Publikum.
Dr. Annika Mannah stellte den rund 50 Teilnehmenden die Meilensteine der Klimaschutzagentur für das Jahr 2026 vor: Seit einem Vierteljahrhundert begleitet das gemeinnützige Unternehmen Bürger:innen, Unternehmen und Kommunen bei der energetischen Sanierung, initiiert Projekte rund um die Energiewende und steht für unabhängige, valide Informationen als Grundlage guter Entscheidungen. Eine ebenso wichtige Aufgabe sei der Aufbau tragfähiger Netzwerke, so die Geschäftsführerin, gemeinsam mit dem engagierten Förderverein. Mit der Kampagne „Erneuerbare Energien im Raum“ startet im April 2026 diesbezüglich ein zukunftsweisendes Projekt. Ziel ist es, Akteur:innen organisatorisch zusammenzuführen und in den Kommunen konkrete Dialogangebote zu schaffen – um notwendige Infrastrukturprojekte transparent zu machen, lokale Chancen aufzuzeigen und Akzeptanz aktiv zu gestalten.
Nach einem kurzen Austausch im Publikum ging es mit der Keynote dann entschieden Richtung Zukunft. Der deutschlandweit bekannte Zukunftsforscher Matthias Horx betrat die Bühne – und mit ihm, neben vielen anderen spannenden Ideen und Ansatzpunkten rund um das Thema Klimawandel und Transformation, das besagte Brokkoli-Prinzip. Das Prinzip erläuterte Matthias Horx anhand eines einfachen Beispiels: Brokkoli ist gesund – und dennoch bei vielen Kindern wenig beliebt. Mit rationalen Argumenten allein lasse sich Begeisterung dafür kaum erzeugen. Entscheidend sei vielmehr, Dinge so zu rahmen, dass sie attraktiv erscheinen (Matthias Horx: „Ich habe meinen Söhnen einfach gesagt, sie seien noch viel zu klein, um Brokkoli zu essen.”) Übertragen auf gesellschaftliche Transformationsprozesse bedeute das: Nachhaltige Veränderung gelingt in der Regel nicht durch moralischen Druck, sondern durch positive Perspektiven und Sinnstiftung.
Seine gehaltvolle, Mut machende und positiv in die Zukunft gerichtete Keynote, überschrieben mit dem Titel „Der nächste Aufbruch”, gab den Anwesenden reichlich gedankliche Impulse. Sie lieferte Gesprächsstoff für den anschließenden Austausch, den die Gäste bis spät in den Abend fortsetzten. Zu den Themen gehörte auch der neue Name des Formats: aus „Kamingespräch” wird künftig „Am.Puls – Der Netzwerkabend”. Ein großer Dank ging abschließend an das langjährige Fördervereinsmitglied Deutsche Messe AG, das mit großem Einsatz den Netzwerkabend mit vorbereitet und durchgeführt hatte.
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