Zwei Tage in Berlin im Zeichen des Klimaschutzes: Die von der Klimaschutzagentur Region Hannover und ihrem Förderverein im November 2025 organisierte Reise verband fundierte Fachimpulse mit persönlichen Begegnungen. Dadurch erhielt das gemeinsame Ziel der Teilnehmenden, die Energiewende in der Region wirksam, sozial ausgewogen und umsetzungsstark voranzutreiben, wichtige neue Impulse.
Politische Gespräche und Klimaschutz im Dialog
In Berlin angekommen, empfing strahlender Sonnenschein die Teilnehmenden; ein stimmungsvolles Willkommen im politischen Herzen der Republik. Zunächst führte der Weg in das Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags. Dort stand als erster inhaltlicher Programmpunkt ein Besuch beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie auf dem Plan. Im Fokus: nachhaltiges Bauen mit besonderem Blick auf die Gebäudesanierung. Anne-Caroline Erbstößer, verantwortlich für Klima und Nachhaltigkeit beim Hauptverband, spannte in ihrem Input den Bogen von aktuellen und zukünftigen EU-Richtlinien über Fragen der praktischen Umsetzbarkeit bis hin zur Bürgernähe. Es wurde deutlich, wie sehr verlässliche Rahmenbedingungen, planbare Förderkulissen und standardisierte Prozesse den Ausbau klima-tauglicher Sanierungen vorantreiben können. Im Anschluss führten die Teilnehmenden einstündige Gespräche mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU), Dr. Matthias Miersch und Adis Ahmetović (beide SPD) sowie Swantje Michaelsen (Bündnis 90/Die Grünen) aus dem Großraum Hannover. Im Mittelpunkt der Gespräche standen zentrale Aspekte der Energiewende wie etwa das Gebäudeenergiegesetz, die Strompreisgestaltung, Elektromobilität und Förderinstrumente. Der Austausch war sachlich, lebhaft und konstruktiv. Häufig ging es um Praxisberichte aus der Region Hannover und um klare Erwartungen an Planungssicherheit für Haushalte, Handwerk und Mittelstand. Die Teilnehmenden setzten spürbare Impulse für wirksamen Klimaschutz und eine verlässliche Umsetzung, die ökologische Wirkung, Wirtschaftlichkeit und soziale Fairness vereint.
Der Abend klang mit einem gemeinsamen Essen und angeregten Gesprächen aus. Die Teilnehmenden sortierten die Eindrücke des Tages, tauschten sich aus und entwickelten neue Kooperationsideen. Der persönliche Austausch quer über Berufsgruppen hinweg erwies sich als verbindendes Element dieser Reise.
Einblicke in die Energiewende: Baupraxis, Innovation und Strategie
Der zweite Tag der Reise begann im Zeichen der Baupraxis: Ausgerüstet mit Bauhelm und Signalweste ging es auf die Baustelle des ehemaligen Westberliner Postbank-Towers, das Projekt M50. Zwei Architekt:innen des verantwortlichen Architekturbüros Eike Becker_Architekten führten durch die komplexe Sanierung des Gebäudes und verdeutlichten, wie Bestandserhalt und Innovation ineinandergreifen können. Sie hoben besonders die in die Fassade integrierte Photovoltaikanlage hervor, die künftig die größte PV-Fläche Deutschlands an einer Gebäudefassade bilden wird. Die Teilnehmenden, die sich mit dem Baustellenaufzug bis in die oberen Geschosse wagten, wurden mit einem beeindruckenden Blick auf die Berliner Skyline belohnt.
Nach einer kurzen Stärkung war die Reisegruppe zu Gast bei der Deutschen Energie-Agentur (dena). In einer Reihe von prägnanten Vorträgen wurden die aktuellen Herausforderungen der Energiewende im Bundesgebiet skizziert, das Monitoring zentraler Kennzahlen aufgezeigt und die Umsetzung der PV-Strategie konkretisiert. Darüber hinaus gaben die Kampagnen rund um die Energiebotschafter:innen sowie die Initiative der Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke Einblick in wirkungsvolle Formate zur Kommunikation und Zusammenarbeit.


